Informieren Sie sich über die vielfältigen Aktivitäten des MHV und seiner Arbeitsgemeinschaften. Viel Spaß!
Exkursion der Geowissenschaftlichen AG Gifhorn nach Salder und Göttingen
06. September 2026
Fossiliensammeln an der Turon/Coniac-Grenze in Salder: Wie nirgendwo anders auf der Erde ist die Grenze der beiden Kreidezeitalter Turon und Coniac vor 89,4 Millionen Jahren so perfekt aufgeschlossen, wie im ehemaligen Steinbruch in Salzgitter-Salder, der vor 3 Jahren zum internationalen Referenzpunkt für die Geowissenschaft ernannt wurde (Global Stratotype Section and Point (GSSP) oder im Jargon „Goldener Nagel“). Salder ist nach dem Wetteldorfer Richtschnitt in der Eifel (Unter-/Mitteldevon) der 2. „Goldene Nagel“ in Deutschland. Obwohl der Steinbruch inzwischen nicht mehr frei zugänglich ist, haben wir die Möglichkeit unter Leitung von Dr. Henning Zellmer (Geschäftsführer Geopark Harz Braunschweiger Land Ostfalen), dort Fossilien zu sammeln!
https://www.scinexx.de/news/geowissen/gesteinsformation-bei-salzgitter-wird-goldener-nagel/
Die Stiftung Naturlandschaft hat das Steinbruchgelände der BUND-Kreisgruppe Salzgitter zur weiteren Betreuung und Biotopentwicklung übergeben. Ausnahmsweise haben wir die Möglichkeit bekommen, das Gelände unter fachkundiger Leitung zu betreten, eine Spende an die BUND-Kreisgruppe Salzgitter zur weiteren Betreuung und zum Schutz des Bio- und Geotops wird erwartet!
Besuch der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Göttingen: Das Geowissenschaftliche Museum der Universität Göttingen wurde 1773 zusammen mit anderen Abteilungen als „Königlich Academisches Museum“ der Georgia Augusta gegründet, wobei sich die Geowissenschaftlichen Sammlungen bis in die Zeit der Universitätsgründung zurückverfolgen lassen. Inzwischen umfassen die Sammlungen allein im Geowissenschaftlichen Zentrum mehr als 4 Millionen Objekte – damit beherbergt die Universität Göttingen die viertgrößte geowissenschaftliche Sammlung in Deutschland. Unter den Sammlungsbeständen befinden sich auch Insekten aus Grassel. Dr. Alexander Gehler, Kurator der Geowissenschaftlichen Sammlungen, wird uns durch die Ausstellungen führen und uns einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen.
Programm: 10 h Treffen in Salder und sammeln von Fossilien (Dr. H. Zellmer)
ca. 12 h Weiterfahrt nach Göttingen
ca. 13:30 h Besuch der Sammlung in Göttingen (Führung Dr. A. Gehler)
15:30 h Rückfahrt
Anmeldung: erforderlich bis zum 01. September bei Rainer Bartoschewitz: Tel. 017643426003 oder e-Mail: bartoschewitz.meteorite-lab@t-online.de
Jahrtausende retten! Gegen die geplante Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes

Die Landesregierung in Hannover will das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz (NDSchG) ändern (LINK). Das Ziel: Verfahren sollen einfacher, schneller und günstiger werden. Was zunächst elegant klingt, hätte das Gegenteil zur Folge und zugleich weitreichende negative Konsequenzen für die Archäologie in Niedersachsen, für Bauvorhaben und Bauherren – und sogar für den Arbeitsmarkt.
Im Namen aller, denen das kulturelle Erbe und die Geschichte in Niedersachsen am Herzen liegen, bitten wir Sie, ganz deutlich gegen die geplanten Gesetzesänderungen Stellung zu beziehen. Der bestehende Gesetzesentwurf muss vom Tisch! Weitere Informationen zur geplanten Gesetzesänderung und eine Online-Petition zur Rettung der Archäologie in Niedersachen finden Sie hier:
https://openpetition.org/jahrtausenderetten
Bitte leiten Sie den Link weiter. Nehmen Sie Kontakt mit Ihren Landtagsabgeordneten auf, sprechen Sie mit Politikerinnen und Politikern vor Ort, leisten Sie Aufklärung!
Schacht Antonsglück bei Rolfsbüttel – Von der Gründung der Kali-Industrie zur Endlagersuche für radioaktive Abfälle
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Geowissenschaftliche AG Gifhorn
09. Juli 2026 im GWG-TreffPunkt 53, Gifhorn, Dannenbütteler Weg 53
Mit der Entdeckung des Kunstdüngers entspannte die sich ankündigende Hungersnot in Deutschland im 19. Jahrhundert und eröffnete eine bedeutende finanzielle Einnahmequelle, so dass die Anzahl der Kaliwerke rasant Wuchs. Auch in Rolfsbüttel wurde eine Schachtanlage auf Kalisalz mit den dazugehörigen Gebäuden gebaut, konnte aber nie in Betrieb gehen. Heute zeugen nur noch Relikte des ehrmaligen Verwaltungsgebäudes in der für den Kalibergbau typischen Archtektur und die Schachttafel von den damaligen Aktivitäten bei Rolfsbüttel. Die in den Bohrungen entdeckten Basalt-Gänge sind die nördlichsten Deutschlands und spielten in den 80er Jahren des 20. Jh. eine Rolle bei der Bewertung von möglichen Endlagern für radioaktiven Abfälle.

Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz zum Schacht Antonsglück bei Rolfsbüttel über die regionale Geologie und Bedeutung dieses nie in Betrieb gegangenen einzigen ehemaligen Bergwerks auf dem Gebiet des heutigen Landkreis Gifhorn berichten.
Vortragsbeginn ist 19 Uhr, ab 18:30 können die Besucher ihre Stein-Funde vorstellen und bestimmen lassen.
Songlines: Konzert mit „Arjomi“ im Historischen Museum Schloss Gifhorn
Am Samstag, 21. Februar um 17 Uhr verwandelt sich die Kasematte des Historischen Museums Schloss Gifhorn für ca. 90 Minuten in einen ganz besonderen atmosphärischen Klangraum. Die vierköpfige Akustikgruppe „Arjomi“ aus Braunschweig präsentiert im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Songlines – Wanderungen im Australischen Outback“ ein außergewöhnliches Konzert, das traditionelle und experimentelle Elemente miteinander verbindet.

Eigenartigen Ritualen auf der Spur… Oder: Was geschah auf dem Urnengräberfeld von Nienbüttel?
Im letzten Vortrag der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ berichtet die Archäologin Dr. Melanie Augstein vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) über ihre Ausgrabungen auf dem Gräberfeld von Nienbüttel im Nachbarlandkreis Uelzen. Der Vortrag findet am 10. Februar 2026 um 19 Uhr im Hotel „Zur Linde“ in Hankensbüttel statt. Wie gewohnt wird der Vortrag auch im Internet übertragen (Link: siehe unten).

Spuren kosmischer Katastrophen im Landkreis Gifhorn
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Gifhorn
Meteorite stoßen ständig mit der Erde zusammen, die meisten davon erreichen die Erdoberfläche allerdings nur als Staub oder können als bis zu ~5 m große außerirdische Gesteine entdeckt werden. Im Laufe der Erdgeschichte kollidierten jedoch auch mehrere Kilometer große Himmelskörper mit unserer Erde und hinterließen Krater mit bis zu 300 km Durchmesser. Kosmische Relikte, die auf unserem Kreisgebiet einschlugen, konnten bislang noch nicht nachgewiesen werden, aber die Eiszeiten haben Gesteine von derartigen Impakt-Strukturen im Landkreis Gifhorn abgelagert.
Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über Funde von Impakt-Gesteinen im Landkreis, deren Herkunft und die Entstehung derartiger Krater berichten.

Treffen: GWG-Treff-PUNKT 53, Dannenbütteler Weg 53, 38518 Gifhorn, ab 18:30 Uhr
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Der Wolfe Creek Krater und die Regenbogenschlange
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Geowissenschaftliche AG Gifhorn
Der Wolfe Creek Krater ist der zweitgrößte Meteoritenkrater der Welt, in dem Teile eines Meteoriten entdeckt wurden. Die einheimischen Djaru Aborigines nennen den Krater „Kandimala“, hier stieg in ihrer Traumzeit-Geschichte eine Regenbogenschlange aus dem Boden.

Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über die Entstehung des Kraters und die Bedeutung der Regenbogenschlange berichten.
Termin: Mittwoch 01. April 2026 um 18 Uhr im Historischen Museum Schloss Gifhorn
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Der Wolfe Creek Krater – Vitrinenausstellung
Im Rahmen der Sonderausstellung „Songlines – Wanderungen im australischen Outback“ im HMSG präsentiert Martin Seth Bilder, u. a. vom Wolfe Creek Krater, einer Impakt-Struktur, die durch den Einschlag eines Riesenmeteoriten entstand. Derartige Impakte sind einzigartige, kurzzeitige, hochenergetische geologische Prozesse. Die ergänzende Vitrinen-Ausstellung von Rainer Bartoschewitz erläutert, wie der Wolfe Creek Krater vor etwa 100.000 Jahren entstand und zeigt Material der beim Einschlag aus dem Krater herausgeschleuderten veränderten irdischen Gesteine, aber auch dort entdeckte Meteoriten-Fragmente des ursprünglich ca. 15 m großen Projektils.

Die Vitrinen-Ausstellung kann vom 01. Februar bis 06. April 2026 im Historischen Museum Schloss Gifhorn besucht werden.
Programm der Geowissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Gifhorn
Die Treffen der Geowissenschaftlichen AG mit ihren Vorträgen finden in der Regel in zweimonatigem Rhythmus um 18:30 Uhr im GWG TreffPunkt 53 im Dannenbütteler Weg 53 in Gifhorn statt. Von 18:30 bis 19 Uhr werden mitgebrachte geologische Objekte bestimmt. Exkursionen, Workshops und Ausstellungen werden unregelmäßig durchgeführt. Weitere Infos erhalten sie über bartoschewitz.meteorite-lab@t-online.de. Die stets aktuellen Termine finden Sie hier, Detail-Informationen erhalten sie über den entsprechenden Link:
- seit 11.10.25 Ausstellung: Das Kreidemeer im Papenteich (HMSG)
- 01.02. – 06.04.26 Ausstellung: Der Wolfe Creek Krater (HMSG)
- 12.03.26 Vortrag: Spuren kosmischer Katastrophen im Landkreis Gifhorn (TreffPunkt 53)
- 01.04.26 Vortrag: Der Wolfe Creek Krater und die Regenbogenschlange (HMSG)
- 25.04.26 Exkursion: Gifhorns kleines Bergbaumuseum
- 07.05.26 Vortrag: Geologie und Landwirtschaft (TreffPunkt 53)
- 09.07.26 Vortrag
- 06.09.26 Exkursion
- 10.09.26 Vortrag
- 20.09.26 Veranstaltung Tag des Geotops
- 12.11.26 Vortrag
Das Kreidemeer im Papenteich – Vitrinenausstellung
Die Geowissenschaftliche AG präsentiert in einer Vitrinen-Ausstellung seit dem 11. Oktober auf noch unbestimmte Zeit einen Querschnitt der Meeresbewohner des Kreidemeeres, die im Campan, vor 70-80 Millionen Jahren, den Bereich der Kreidemulden bei Meine besiedelten.
