Ausgrabungen auf der Sassenburg

Etwa vier Kilometer östlich des Gifhorner Stadtzentrums liegt an einer alten Aller-Furt das größte Bodendenkmal der Stadt: die Sassenburg. Obwohl die Sassenburg eines der wichtigsten Bodendenkmale in und um Gifhorn ist, liegen über sie so gut wie keine gesicherten Informationen vor. Das soll sich nun ändern: Vom 2. bis zum 27. August führen die Archäologische Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V., die Universität Leipzig (Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte) und die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn eine archäologische Untersuchung durch, um Hinweise auf die Zeitstellung und Funktion der Befestigung zu gewinnen.

Finanzielle Unterstützung erhalten die Forschenden von der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung, die das Vorhaben mit einem Betrag von 4400 Euro unterstützt.

Die Lage der Sassenburg in der oberen Allerniederung östlich von Gifhorn. Kleine Karte: Umzeichnung der erhaltenen Wall- und Grabenstrukturen im Gelände.

Ab dem 2. August können Sie sich hier über die aktuellen Grabungsfortschritte informieren.

Der Fehlerteufel hat zugeschlagen

Hervorgehoben

Im kürzlich versandten Jahresrückblick hat sich leider ein Fehler bei der IBAN eingeschlichen. Die korrekte Bankverbindung des Vereins lautet:

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Mittelalterlicher Grapen aus Emmen

Als 1994 der Stauteich der Rentelmannschen Mühle in Emmen ausgebaggert wurde, gelangte das hier gezeigte Bronzegefäß ans Tageslicht. Solche als „Grapen“ bezeichneten Kochtöpfe aus Keramik oder Metall waren ab dem späten 12. Jahrhundert in den Küchen gebräuchlich. Sie besitzen stets drei Beine, so dass sie direkt in das offene Herdfeuer oder in die heiße Glut gestellt werden konnten. Die seitlichen Henkel dienten zur Aufnahme eiserner Bügel, mit denen sich die Gefäße tragen oder aufhängen ließen. Erst mit dem Aufkommen geschlossener Herde und industrieller Massenprodukte verschwanden die Dreibeintöpfe aus der Küche. Der Grapen aus Emmen stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert. Er hat ein Fassungsvermögen von knapp 6 Litern.

Neuzugang der Kreis- und Stadtarchäologie: mittelalterlicher Bronzegrapen aus Emmen (Foto: Dr. Bernhard Schürmann).

Bronzene Grapen gehörten schon aufgrund ihres Materialwertes zu den besonders kostbaren Haushaltsgegenständen. Schadhafte Gefäße wurden nicht einfach weggeworfen, sondern nach Möglichkeit repariert. Erst wenn die Kochtöpfe gar nicht mehr zu retten waren, wurden sie eingeschmolzen und das Material wiederverwendet. Vollständige Gefäße werden daher nur sehr selten gefunden. Vermutlich wurde das wertvolle Gefäß in Notzeiten im Stauteich der Mühle versteckt. Der überaus wichtige Fund wurde vom Museums- und Heimatverein für die Sammlung der Kreis- und Stadtarchäologie angekauft. Derzeit ist das Gefäß in einer kleinen Ausstellung im Eingangsbereich des Historischen Museums Schloss Gifhorn zu sehen.

Neues Wiki zum Alten Friedhof

Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern ist der Geschichte des Alten Friedhofs am Gifhorner Weinberg auf der Spur. Die Ergebnisse der umfangreichen Recherchen werden nach und nach in einem Wiki zusammengetragen, das ab sofort öffentlich zugänglich ist: alter-friedhof.mhv-gifhorn.de

Der “Alte Friedhof” am Gifhorner Weinberg auf dem Merian-Stich von 1654.

Spielerisch lernen mit Funden aus der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn

Archäologische Funde aus dem Landkreis und der Stadt Gifhorn sind jetzt Teil eines Online-Memoryspiels! Das von Arianna Ahlgrimm (Design) und Niels Elburg (Programmierung) entwickelte Spiel funktioniert nach den Regeln des bekannten Spieleklassikers. Für ihr Spiel „goll pairs“ erhielten die beiden Entwickler aus Düsseldorf und Saarbrücken beim Kultur-Hackathon Coding-da-Vinci der Region Saar-Lor-Lux den Publikumspreis. Im Rahmen des nun abgeschlossenen Coding-Da-Vinci Hackathons der Region Niedersachsen, an dem neben vielen anderen niedersächsischen Kulturinstitutionen auch die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn teilgenommen hat, haben sie das Spiel um weitere Themen ergänzt. Neben botanischen Lehrtafeln, ethnologischen Objekten oder historischen Uniformen lassen sich nun also auch archäologische Funde aus dem Landkreis und der Stadt Gifhorn spielerisch kennenlernen. Hier geht es zum Spiel: http://collectivepairs.de/

Testen Sie Ihre Konzentration im Online-Memory mit archäologischen Funden aus Gifhorn.
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Adventskalender der Museen des Landkreises Gifhorn

Auf der Seite der Museen des Landkreises Gifhorn gibt es einen digitalen Adventskalender mit Rezepten, Bastelanleitungen, Gedichten oder auch Geschichten, die uns durch die Adventszeit begleiten sollen. Das Museumsteam hat eifrig gebacken und gebastelt, um alles vorher auszuprobieren. Viel Spaß mit den Beiträgen!

https://www.museen-gifhorn.de/aktuell/adventskalender/

“Adventskalender basteln” von wuestenigel. Lizenz: CC BY 2.0.

Archäologie öffnet virtuelles Magazin

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Corona-Virus kann die seit 2017 von der Kreis- und Stadtarchäologie organisierte Vortragsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ in diesem Herbst und Winter leider nicht stattfinden. Es gibt jedoch eine interessante Alternative: Ab sofort können Interessierte auch vom heimischen Sofa aus einen Blick auf die archäologischen Schätze der Region werfen. Über das Internetportal kulturerbe.niedersachsen.de präsentiert die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn ausgewählte Objekte aus der Vor- und Frühgeschichte der Region.

Ca. 7500 Jahre alte Feuersteinartefakte vom Fundplatz Gifhorn-Wittkopsberg (Foto: Bernhard Schürmann, Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn).

Dreh- und Angelpunkt der Online-Präsentation sind Fotografien, die von Bernhard Schürmann aus Gifhorn erstellt werden. Zum kostenlosen und frei einsehbaren Medienangebot gehören aber auch Hintergrundinformationen mit Angaben zur Datierung oder Funktion der Funde oder zu weiterführender Literatur. Für Fachleute und interessierte Laien bietet das Online-Portal zudem interessante Recherchemöglichkeiten. Notwendig sind nur ein Internetzugang sowie ein Tablet, Smartphone oder Computer.

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MHV unterstützt die Archäologie

Totalstation ersetzt Maßband und Zollstock

Sabine Kreipe-Winnat bei Vermessungsarbeiten in Steinhorst.

Bei archäologischen Ausgrabungen ist eine genaue Vermessung und Dokumentation unerlässlich. In der Vergangenheit mussten sich die Archäologische Arbeitsgemeinschaft und die Kreis- und Stadtarchäologie dabei auf traditionelle Werkzeuge wie Maßband, Zollstock und Nivelliergerät verlassen. Mit finanzieller Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Gifhorn wurde nun eine moderne Totalstation angeschafft, so dass Funde und Befunde in Zukunft noch genauer und wesentlich schneller eingemessen werden können. Vor allem die Zeitersparnis ist bei Notbergungen ein wichtiger Vorteil gegenüber den althergebrachten Dokumentationsmethoden.

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