Informieren Sie sich über die vielfältigen Aktivitäten des MHV und seiner Arbeitsgemeinschaften. Viel Spaß!
Spuren kosmischer Katastrophen im Landkreis Gifhorn
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Gifhorn
Meteorite stoßen ständig mit der Erde zusammen, die meisten davon erreichen die Erdoberfläche allerdings nur als Staub oder können als bis zu ~5 m große außerirdische Gesteine entdeckt werden. Im Laufe der Erdgeschichte kollidierten jedoch auch mehrere Kilometer große Himmelskörper mit unserer Erde und hinterließen Krater mit bis zu 300 km Durchmesser. Kosmische Relikte, die auf unserem Kreisgebiet einschlugen, konnten bislang noch nicht nachgewiesen werden, aber die Eiszeiten haben Gesteine von derartigen Impakt-Strukturen im Landkreis Gifhorn abgelagert.
Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über Funde von Impakt-Gesteinen im Landkreis, deren Herkunft und die Entstehung derartiger Krater berichten.

Treffen: GWG-Treff-PUNKT 53, Dannenbütteler Weg 53, 38518 Gifhorn, ab 18:30 Uhr
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Der Wolfe Creek Krater und die Regenbogenschlange
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Geowissenschaftliche AG Gifhorn
Der Wolfe Creek Krater ist der zweitgrößte Meteoritenkrater der Welt, in dem Teile eines Meteoriten entdeckt wurden. Die einheimischen Djaru Aborigines nennen den Krater „Kandimala“, hier stieg in ihrer Traumzeit-Geschichte eine Regenbogenschlange aus dem Boden.

Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über die Entstehung des Kraters und die Bedeutung der Regenbogenschlange berichten.
Termin: Mittwoch 01. April 2026 um 18 Uhr im Historischen Museum Schloss Gifhorn
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Der Wolfe Creek Krater – Vitrinenausstellung
Im Rahmen der Sonderausstellung „Songlines – Wanderungen im australischen Outback“ im HMSG präsentiert Martin Seth Bilder, u. a. vom Wolfe Creek Krater, einer Impakt-Struktur, die durch den Einschlag eines Riesenmeteoriten entstand. Derartige Impakte sind einzigartige, kurzzeitige, hochenergetische geologische Prozesse. Die ergänzende Vitrinen-Ausstellung von Rainer Bartoschewitz erläutert, wie der Wolfe Creek Krater vor etwa 100.000 Jahren entstand und zeigt Material der beim Einschlag aus dem Krater herausgeschleuderten veränderten irdischen Gesteine, aber auch dort entdeckte Meteoriten-Fragmente des ursprünglich ca. 15 m großen Projektils.

Die Vitrinen-Ausstellung kann vom 01. Februar bis 06. April 2026 im Historischen Museum Schloss Gifhorn besucht werden.
Programm der Geowissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Gifhorn
Die Treffen der Geowissenschaftlichen AG mit ihren Vorträgen finden in der Regel in zweimonatigem Rhythmus um 18:30 Uhr im GWG TreffPunkt 53 im Dannenbütteler Weg 53 in Gifhorn statt. Von 18:30 bis 19 Uhr werden mitgebrachte geologische Objekte bestimmt. Exkursionen, Workshops und Ausstellungen werden unregelmäßig durchgeführt. Weitere Infos erhalten sie über bartoschewitz.meteorite-lab@t-online.de. Die stets aktuellen Termine finden Sie hier, Detail-Informationen erhalten sie über den entsprechenden Link:
- seit 11.10.25 Ausstellung: Das Kreidemeer im Papenteich (HMSG)
- 01.02. – 06.04.26 Ausstellung: Der Wolfe Creek Krater (HMSG)
- 12.03.26 Vortrag: Spuren kosmischer Katastrophen im Landkreis Gifhorn (TreffPunkt 53)
- 01.04.26 Vortrag: Der Wolfe Creek Krater und die Regenbogenschlange (HMSG)
- 25.04.26 Exkursion: Gifhorns kleines Bergbaumuseum
- 07.05.26 Vortrag: Geologie und Landwirtschaft (TreffPunkt 53)
- 09.07.26 Vortrag
- 06.09.26 Exkursion
- 10.09.26 Vortrag
- 20.09.26 Veranstaltung Tag des Geotops
- 12.11.26 Vortrag
Das Kreidemeer im Papenteich – Vitrinenausstellung
Die Geowissenschaftliche AG präsentiert in einer Vitrinen-Ausstellung seit dem 11. Oktober auf noch unbestimmte Zeit einen Querschnitt der Meeresbewohner des Kreidemeeres, die im Campan, vor 70-80 Millionen Jahren, den Bereich der Kreidemulden bei Meine besiedelten.

Ausgrabungen und Neuentdeckungen im Landkreis Gifhorn: ein Rückblick auf das Jahr 2025
Der traditionelle Jahresrückblick der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn richtet das Augenmerk wieder auf die archäologischen Aktivitäten und Neuentdeckungen der vergangenen Monate. Die Veranstaltung findet am 13. Januar 2026 um 19 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses statt. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen (Zugangsdaten unten).
Auch im zurückliegenden Jahr war die Archäologie wieder bei verschiedenen Baumaßnahmen in der Stadt und im Landkreis Gifhorn gefragt. So wurden bei den Bauarbeiten für die Umgestaltung der Dorfmitte in Ehra-Lessien zwei Brunnen näher untersucht. Die archäologischen Funde und die naturwissenschaftliche Datierung der Brunnenhölzer führen zurück in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. Weiterhin wird über archäologische Untersuchungen in Steinhorst und in Müden (Aller) berichtet.

Jahresabschluss im Museum
Zum Jahresabschluss 2025 hatte der Museums- und Heimatverein Gifhorn in die Kasematte des Historischen Museums Schloss Gifhorn zu einer Führung durch die Sonderausstellung und zu einer gemeinsamen Kaffeetafel eingeladen. Siegmar Liebig begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und bedankte sich bei Birthe Lehnberg und Anette Thiele für die Vorbereitung der Kaffeetafel.

Spinnen und Weben bringt Haus zum Leben. 2000 Jahre alte Spinnwirtel neu betrachtet
Am Dienstag, den 9. Dezember 2025, 19 Uhr, folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“. Im Museum Burg Brome berichtet die Archäologin Martha Görlitz über die Herstellung von Fäden und Textilien in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen.

Sonderausstellung: Songlines – Wanderungen im Australischen Outback
Fotoausstellung von Martin A. Seth und Erik Arkadi Seth im Historischen Museum Schloss Gifhorn vom 08.11.2025 bis zum 06.04.2026
Vater und Sohn brachen zu einer gemeinsamen Reise in die wilde Kimberley-Region auf – ein Abenteuer, das sie tief in den äußersten Norden Westaustraliens führte. Mit einem Allradcamper fuhren sie auf staubigen Pisten, durchquerten Flüsse und wanderten durch enge, tief eingeschnittene Schluchten. Inmitten dieser unberührten Landschaft spürten sie die Weite, die Stille und die Kraft der Natur – und teilten Momente, die sie für immer verbinden werden. Das Museum zeigt eine Auswahl der beeindruckenden Fotografien, die auf dieser ungewöhnlichen Reise entstanden sind. Zudem erwarten die Besucherinnen und Besucher ausgewählte Exponate sowie spannende Einblicke in die faszinierende Kultur und Geschichte der Aborigines.

7300 Jahre Besiedlungsgeschichte in der „Goldenen Aue“: Ergebnisse der größten Ausgrabung Thüringens
Am Dienstag, den 11. November 2025, um 19 Uhr, berichtet der Archäologe Markus Wehmer M.A. über die größte Ausgrabung in Thüringen. Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ in der Alten Schule in Wasbüttel statt (Mittelstraße 1,38553 Wasbüttel). Der Vortrag wird auch im Internet übertragen. Das Thema des Abends lautet:
7300 Jahre Besiedlungsgeschichte in der „Goldenen Aue“: Ergebnisse der größten Ausgrabung Thüringens

In der „Goldenen Aue“ bei Bielen und Windehausen östlich von Nordhausen fand zwischen 2011 und 2014 auf einer Fläche von 100 Hektar die bis dahin größte Ausgrabung Thüringens statt. Die Region wurde bereits von den ersten Ackerbauern um 5300 v. Chr. besiedelt. Neben den Grundrissen ihrer Wohnbauten fanden sich auch zwei metertief eingegrabene Brunnen – die ältesten, die in Thüringen systematisch untersucht werden konnten. Eine Sensation war die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit einem Durchmesser von rund 50 Metern. Die Anlage stammt aus der Zeit um 4800 v. Chr. und diente ehemals rituellen und astronomischen Zwecken. Ausgegraben wurden auch mehrere aufwändig errichtete und mit zahlreichen Beigaben versehene jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Gräber, darunter die um 2500 v. Chr. angelegte Bestattung einer Frau, die wahrscheinlich mit einem Umhang oder Mantel bedeckt war. Auf dem Umhang waren fast 2500 durchbohrte Muschelscheibchen und etwa 500 Hundezähne als Applikation aufgenäht. Zu den Bestattungen kommen Reste einer Metallhandwerker-Siedlung aus der Bronzezeit sowie weitere Siedlungsnachweise und Brandgräber aus der vorrömischen Eisenzeit um 700 bis 200 v. Chr. Die Ausgrabungen geben einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Altsiedellandes im nördlichen Thüringen. Der Referent ist Markus Wehmer M.A., der damalige Projektleiter und heutige Stadtarchäologe von Einbeck.
Weitere Vorträge finden am 9. Dezember in Brome, am 13. Januar 2026 in Gifhorn und am 10. Februar 2026 in Hankensbüttel statt. Der Eintritt zu den Vorträgen, die von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn in Zusammenarbeit mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V. organisiert werden, ist wie immer frei. Der Zugangslink zur Zoom-Übertragung lautet:
https://us06web.zoom.us/j/89075014234?pwd=cs9cZYMRq56qsSet1GQYioibI6b75r.1