Tag der offenen Grabung auf der Sassenburg am 20. August

Hervorgehoben

Am kommenden Freitag, 20. August, besteht zwischen 13 und 17 Uhr die Möglichkeit, sich über die laufenden archäologischen Untersuchungen an der Sassenburg zu informieren. Bei Führungen über das Gelände werden neben den aktuellen Erkenntnissen auch die verschiedenen archäologischen Dokumentationsverfahren vorgestellt. Die Ausgrabungen im östlichen Stadtgebiet von Gifhorn werden von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig (Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte) und der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V. durchgeführt. In einem eigens eingerichteten Grabungsblog berichtet das Team regelmäßig über die Fortschritte.

Bei der Anreise mit dem Auto wird darum gebeten, das Fahrzeug an der IGS Sassenburg abzustellen und von dort zu Fuß zur Sassenburg zu gehen. Soweit möglich, wird eine Anreise mit dem Fahrrad empfohlen. Das Gelände ist uneben, die Kreisverwaltung empfiehlt daher festes Schuhwerk. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Nach der niedersächsischen Corona-Verordnung besteht jedoch die Pflicht, während der Führungen eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen.

Ausgrabungen auf der Sassenburg

Hervorgehoben

Etwa vier Kilometer östlich des Gifhorner Stadtzentrums liegt an einer alten Aller-Furt das größte Bodendenkmal der Stadt: die Sassenburg. Obwohl die Sassenburg eines der wichtigsten Bodendenkmale in und um Gifhorn ist, liegen über sie so gut wie keine gesicherten Informationen vor. Das soll sich nun ändern: Vom 2. bis zum 27. August führen die Archäologische Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V., die Universität Leipzig (Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte) und die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn eine archäologische Untersuchung durch, um Hinweise auf die Zeitstellung und Funktion der Befestigung zu gewinnen.

Finanzielle Unterstützung erhalten die Forschenden von der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung, die das Vorhaben mit einem Betrag von 4400 Euro unterstützt. Weitere logistische und finanzielle Hilfe kommen von der Stadt und dem Landkreis Gifhorn sowie nicht zuletzt vom Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V.

Die Lage der Sassenburg in der oberen Allerniederung östlich von Gifhorn. Kleine Karte: Umzeichnung der erhaltenen Wall- und Grabenstrukturen im Gelände.

Ab dem 2. August können Sie sich hier über die aktuellen Grabungsfortschritte informieren.

Offene Pforte zum Kavalierhaus Garten – Besuch in Emma Wredes grünem Wohnzimmer

Überschwänglich blühen in dieser Zeit die Blumen in den Kübeln im Garten am Kavalierhaus Gifhorn. Gerade so, als hätten sie sich extra für den Tag der offenen Gartenpforte besonders angestrengt, um einen üppigen Flor zu zeigen. So klein und schmal der Garten auch ist, so ist er doch eine kleine Oase inmitten der Stadt und ein lauschiges Plätzchen. Seine langgestreckte Form ist historisch durch die Lage der Stadt an den Flussläufen Aller und Ise bedingt. Angelegt und liebevoll gepflegt wurde er von Emma Wrede, der letzten Bewohnerin des Kavalierhauses. Derzeit betreuen ihn ehrenamtlich mit viel Enthusiasmus die „Gartenfreunde“ – eine Arbeitsgemeinschaft des Museums- und Heimatvereins. Am Sonntag, den 15. August zwischen am 11 und 17 Uhr öffnet dieses Kleinod im Herzen von Gifhorn seine Gartenpforte für Gartenliebhaber und andere Interessierte.

Garten am Kavalierhaus.

Der Tag der offenen Gartenpforte ist eine Kooperation von Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V. und EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus.

Während der gesamten Öffnungszeit sind im EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus auch die Wohnräume Emma Wredes zugänglich.

Der Eintritt in Garten und Museum ist frei.

Es gelten die allgemeinen und aktuellen Regeln (Abstandsregeln und Maskenpflicht) zur Vermeidung der Ansteckung mit dem Corona Virus.

Der Fehlerteufel hat zugeschlagen

Im kürzlich versandten Jahresrückblick hat sich leider ein Fehler bei der IBAN eingeschlichen. Die korrekte Bankverbindung des Vereins lautet:

IBAN:  DE62 2695 1311 0011 0143 88
BIC: NOLADE21GFW (Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg)

Bitte achten Sie bei Überweisungen auf die korrekte IBAN, wenn Sie keine Einzugsermächtigung erteilt haben. Danke!

Eine “Carbonat-Bombe” für die Geowissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft

Weniger gefährlich, als es klingt: Die neue “Carbonat-Bombe”.

Aus Mitteln des Museums- und Heimatvereins Gifhorn konnte für die Geowissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft eine „Carbonat-Bombe“ bzw. ein „Calciocarbometer“ zur Bestimmung des Kalkanteils in mineralischen Stoffen angeschafft werden. Das Gerät eignet sich zur Schnellbestimmung von Carbonat in Gesteinen, Mineralien, Böden, Baustoffen, Schlacken, Scherben usw. Die Bestimmung des Kalk-Gehaltes in sedimentären Gesteinen ist in der Petrologie zur Eingruppierung von besonderer Bedeutung (Kalkstein, Mergel, Ton und deren Untergruppen) und lässt in Verbindung mit dem Gefüge und der Korngröße Rückschlüsse auf deren Bildungs- und Umweltbedingungen zu.

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Mittelalterlicher Grapen aus Emmen

Als 1994 der Stauteich der Rentelmannschen Mühle in Emmen ausgebaggert wurde, gelangte das hier gezeigte Bronzegefäß ans Tageslicht. Solche als „Grapen“ bezeichneten Kochtöpfe aus Keramik oder Metall waren ab dem späten 12. Jahrhundert in den Küchen gebräuchlich. Sie besitzen stets drei Beine, so dass sie direkt in das offene Herdfeuer oder in die heiße Glut gestellt werden konnten. Die seitlichen Henkel dienten zur Aufnahme eiserner Bügel, mit denen sich die Gefäße tragen oder aufhängen ließen. Erst mit dem Aufkommen geschlossener Herde und industrieller Massenprodukte verschwanden die Dreibeintöpfe aus der Küche. Der Grapen aus Emmen stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert. Er hat ein Fassungsvermögen von knapp 6 Litern.

Neuzugang der Kreis- und Stadtarchäologie: mittelalterlicher Bronzegrapen aus Emmen (Foto: Dr. Bernhard Schürmann).

Bronzene Grapen gehörten schon aufgrund ihres Materialwertes zu den besonders kostbaren Haushaltsgegenständen. Schadhafte Gefäße wurden nicht einfach weggeworfen, sondern nach Möglichkeit repariert. Erst wenn die Kochtöpfe gar nicht mehr zu retten waren, wurden sie eingeschmolzen und das Material wiederverwendet. Vollständige Gefäße werden daher nur sehr selten gefunden. Vermutlich wurde das wertvolle Gefäß in Notzeiten im Stauteich der Mühle versteckt. Der überaus wichtige Fund wurde vom Museums- und Heimatverein für die Sammlung der Kreis- und Stadtarchäologie angekauft. Derzeit ist das Gefäß in einer kleinen Ausstellung im Eingangsbereich des Historischen Museums Schloss Gifhorn zu sehen.

Neues Wiki zum Alten Friedhof

Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern ist der Geschichte des Alten Friedhofs am Gifhorner Weinberg auf der Spur. Die Ergebnisse der umfangreichen Recherchen werden nach und nach in einem Wiki zusammengetragen, das ab sofort öffentlich zugänglich ist: alter-friedhof.mhv-gifhorn.de

Der “Alte Friedhof” am Gifhorner Weinberg auf dem Merian-Stich von 1654.

Spielerisch lernen mit Funden aus der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn

Archäologische Funde aus dem Landkreis und der Stadt Gifhorn sind jetzt Teil eines Online-Memoryspiels! Das von Arianna Ahlgrimm (Design) und Niels Elburg (Programmierung) entwickelte Spiel funktioniert nach den Regeln des bekannten Spieleklassikers. Für ihr Spiel „goll pairs“ erhielten die beiden Entwickler aus Düsseldorf und Saarbrücken beim Kultur-Hackathon Coding-da-Vinci der Region Saar-Lor-Lux den Publikumspreis. Im Rahmen des nun abgeschlossenen Coding-Da-Vinci Hackathons der Region Niedersachsen, an dem neben vielen anderen niedersächsischen Kulturinstitutionen auch die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn teilgenommen hat, haben sie das Spiel um weitere Themen ergänzt. Neben botanischen Lehrtafeln, ethnologischen Objekten oder historischen Uniformen lassen sich nun also auch archäologische Funde aus dem Landkreis und der Stadt Gifhorn spielerisch kennenlernen. Hier geht es zum Spiel: http://collectivepairs.de/

Testen Sie Ihre Konzentration im Online-Memory mit archäologischen Funden aus Gifhorn.
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