Die archäologische Vortragsreihe startet wieder: erster Vortrag am 11. Oktober zur Mundburg

Die Vortragsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ startet in eine neue Runde. Wie in der Vor-Corona-Zeit finden die Veranstaltungen wieder an wechselnden Orten statt. Zusätzlich werden die Vorträge auch per Zoom im Internet übertragen. Los geht es am Dienstag, den 11. Oktober, um 19 Uhr, in der Johannes-Gemeinde in Müden (Aller) (Hahnenhorner Straße 2) mit dem Vortrag „Wo Aller und Oker zusammenfließen. Standortfrage und Entstehungskontext der Mundburg des Bischofs Bernward von Hildesheim“.

Kupfer-Stich des Ritterguts Dieckhorst an der Oker, 1654 (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, CC BY-SA 3.0 DE).
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Vorhang auf

Reges Treiben herrschte heute wieder auf der Sassenburg. Doch diesmal war das Grabungsteam nicht allein dafür verantwortlich. Deutlich über 200 Besucherinnen und Besucher bevölkerten den Ringwall an der Aller. Wie im letzten Jahr stieß der Tag der offenen Grabung auf großes Interesse. Dementsprechend war das Team heute weniger mit Schaufeln, Kratzen, Sieben oder Dokumentieren beschäftigt, sondern widmete sich gerne und mit großem Spaß den Führungen über das Grabungsgelände.

Ein Blick aus der Vogelperspketive auf die Grabungsschnitte, an denen sich die Gäste über die Ergebnisse der diesjährigen Grabungen informieren.
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Die Sassenburg öffnet ihre Tore: Das Grabungsteam informiert über archäologische Ergebnisse

Seit dem 1. August sind die Archäologische Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V., die Universität Leipzig (Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte) und die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn wieder an der Ringwallanlage „Sassenburg“ aktiv. Bei der diesjährigen Grabungskampagne kamen bereits einige interessante Funde sowie neue Details über die Konstruktionsweise der frühmittelalterlichen Burg und ihre Nutzungsgeschichte zum Vorschein.

Das geborgene Fundmaterial – hier eine Auswahl – zeigt, dass das Gelände immer wieder von Menschen aufgesucht worden ist.

Am kommenden Freitag, den 19. August, besteht die Möglichkeit sich zwischen 13:00 und 17:00 Uhr über die laufenden Untersuchungen zu informieren und den Fachleuten über die Schulter zu schauen. Bei Führungen über das Gelände werden neben den aktuellen Erkenntnissen auch die verschiedenen archäologischen Dokumentationsverfahren vorgestellt. Darüber hinaus können einige der bei der Grabung entdeckten Funde in Augenschein genommen werden.

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Blog zur Sassenburg-Ausgrabung

Zwischen dem 1. und dem 26. August steht die Sassenburg östlich von Gifhorn wieder im Fokus der Archäologie. Ein Team von der Universität Leipzig (Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte), freiwillige Helferinnen und Helfer von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft und die Stadt- und Kreisarchäologie Gifhorn untersuchen gemeinsam die frühmittelalterliche Ringwallanlage. Möchten Sie mehr erfahren?? Hier geht es zum Grabungsblog.

Von Flüssen, Schleusen und Wasserkraftwerken: Aller-Exkursion am 25.06.2022

Auf unserer zweiten Fahrt in diesem Jahr schippern wir über die Aller von Celle zur Schleuse in Oldau, wo wir die Schleuse und das historische Wasserkraftwerk besichtigen werden. Das Wasserkraftwerk Oldau ist das einzige dieser Art, das in Deutschland in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist und bis heute Strom an das Netz liefert.

Ausflugsschiff Wappen von Celle (Foto: NobbiP / CC BY-SA 3.0).

Am Nachmittag besichtigen wir den Museumshof in Winsen/Aller. Mittelpunkt des Museums ist eine bäuerliche Hofanlage der Südheide, zu der sechs historische Gebäude gehören. Haupt­gebäude ist ein 1653 in Winsen errichtetes niederdeutsches Hallenhaus in Zweiständer­bauweise.

Abfahrt ist um 9:45 Uhr am Schützenplatz; gegen 18:00 Uhr werden wir zurück in Gifhorn sein. Auch Nichtmitglieder sind bei dieser Fahrt willkommen. Bitte melden Sie sich bis zum 20.06.2022 bei Frau und Herrn Laube an, Telefon 05371/56588.

Dat groode Hus von 1795, heute kultureller Veranstaltungsort im Museumshof Winsen.

Die Kosten für Bus- und Schiffsfahrt, Eintrittsgeld und Besichtigungen belaufen sich auf 59,00 Euro. Bitte überweisen Sie den Betrag nach der Anmeldung auf das Konto des Museums- und Heimatvereins bei der Sparkasse GF/WOB mit der IBAN DE62 2695 1311 0011 0143 88.

Archäologie geht in die Luft

Von oben sieht die Welt ganz anders aus – das gilt auch und gerade für die Archäologie! Mit Hilfe der neuen Drohne des MHV lassen sich archäologische Befunde nun aus großer Höhe dokumentieren. Das sieht nicht nur eindrucksvoll aus, sondern spart auch sehr viel Zeit. So lassen sich die Luftbilder später am Computer georeferenzieren und die Befunde ganz einfach in Karten übertragen. Vermessungsarbeiten mit Maßband und Millimeterpapier gehören damit weitgehend der Vergangenheit an.

Archäologische Dokumentation mit Hilfe der neuen Drohne in Ehra-Lessien.

Dieses Video zeigt die Dokumentation archäologischer Befunde im Bereich eines im Bau befindlichen Windparks östlich von Ehra-Lessien. Die dunklen Bodenspuren wurden von einem Bürger gemeldet. Sie gehören vermutlich zu einer historischen Immenstelle bzw. zu einem Bienenzaun.

Zwei neue „Hingucker“ für Emma Wredes Garten

EMMA – Museumswohnung im Kavalierhaus ist im ältesten Wohnhaus Gifhorns – dem sogenannten Kavalierhaus – beheimatet. Die Museumswohnung befindet sich in der ersten Etage und war bis 1992 von Emma Wrede bewohnt. In den Räumen wurde nichts inszeniert und so vermittelt sich ein Eindruck vom Wohnen und Wirtschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert in einem bürgerlichen Haushalt Gifhorns.

Emma Wredes hielt in ihrem Stall und Garten weiße Hühner (Foto EMMA)

Zum Kavalierhaus gehören ein Garten und ein „Stall“ genanntes Nebengebäude aus dem 19. Jahrhundert. Mit Garten und Stall wird der Aspekt der Selbstversorgung in einem kleinstädtischen Haushalt vermittelt. Zur Selbstversorgung gehörten im 20. Jahrhundert selbstverständlich auch Hühner. Durch die Eier und das Fleisch erweiterte man den Speiseplan. Wie wir aus Erzählungen wissen, hielt Emma Wrede auf ihrem Gartengrundstück einige Hühner. Dass es weiße Hühner waren, ist durch eine Fotografie belegt.

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Emma Wrede bleibt in Gifhorn unvergessen

Emmwa Wrede (12.02.1904 – 08.02.1997) war die letzte Bewohnerin des Kavalierhauses. Ihre Wohnung mit dem nahezu unveränderten Inventar sowie Dachboden und Keller sind heute als Museum für Wohnkultur öffentlich zugänglich. Jetzt jährte sich ihr Todestag zum 25. Mal. Anlass für ein Treffen im kleinen Kreis, um Emma Wrede zu gedenken. Als Überraschung und zur großen Freude von Museumsleiterin Anette Thiele überreichte Jürgen Linzmeier gemeinsam mit seiner Frau Angelika Linzmeier und Mutter Gisela Meyer am Wohnzimmertisch der heutigen Museumswohnung selbstgestrickte Handtücher, Geschirrtücher, eine Briefwaage und ein Barometer aus dem Besitz von Emma Wrede. Sie hatte sie einstmals ihren Verwandten zum Geschenk gemacht. Bei Kaffee und kleinen Apfelküchlein mit Obst aus Wredes Garten wurde ein Licht entzündet und es entspann sich ein munterer Erinnerungsreigen voller Anekdoten um die langjährige Kavalierhaus-Bewohnerin.

Am Grab von Emma Wrede (12.02.1904 – 08.02.1997) (Foto: Emma / BZV).

Vor der Zusammenkunft am authentischen Ort hatte die kleine Gruppe gemeinsam mit Barbara Bergau, Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins Gifhorn, Blumen auf Emma Wredes Grab auf dem evangelischen Friedhof Gifhorn gelegt.

Trafen sich zum Gedenken an Emma Wrede: Angelika Linzmeier, Gisela Meyer, Anette Thiele und Jürgen Linzmeier (von links) (Foto: Foto: Emma / BZV).

Abendvortrag: „Aktuelle archäologische Untersuchungen in der Stadt Hildesheim. Dran bleiben lohnt sich…“

Am Dienstag, den 1. Februar 2022, 19 Uhr, folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“. In einem Online-Vortrag berichtet der Stadtarchäologe von Hildesheim, Christoph Salzmann, über archäologische Neuentdeckungen in den Jahren 2019 und 2020.

Vorbereitung eines Baumsargs für weitere Untersuchungen (Foto: Stadtarchäologie Hildesheim).

Im Mittelpunkt des Abendvortrags stehen mehrere mittelalterliche Bestattungen, die im Zuge von archäologischen Baubegleitungen im Stadtteil Hildesheim-Himmelsthür entdeckt worden sind. Die nach christlichem Ritus bestatteten Toten waren teilweise in Baumsärgen beigesetzt. Nach Abschluss der eigentlichen Feldarbeiten war die Informationslage jedoch sehr dürftig. Seitens der Stadtarchäologie Hildesheim wurden daher weiterführende Untersuchungen angestoßen, um mehr über das Alter der Bestattungen und die Lebensumstände der verstorbenen Personen herauszufinden. So reiste ein Baumsarg als Blockbergung nach Berlin, während die Knochen anthropologisch in Göttingen untersucht wurden. Der Vortrag beleuchtet das spannende Projekt und die daraus resultierenden neuen Erkenntnisse. Das vorläufige Fazit der Stadtarchäologie lautet: Dran bleiben lohnt sich…!

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