Im letzten Vortrag der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ berichtet die Archäologin Dr. Melanie Augstein vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) über ihre Ausgrabungen auf dem Gräberfeld von Nienbüttel im Nachbarlandkreis Uelzen. Der Vortrag findet am 10. Februar 2026 um 19 Uhr im Hotel „Zur Linde“ in Hankensbüttel statt. Wie gewohnt wird der Vortrag auch im Internet übertragen (Link: siehe unten).
Ausgrabung einer Steinkonzentration auf dem Gräberfeld von Nienbüttel im Sommer 2024 (Foto: M. Augstein, NIhK).Weiterlesen →
Meteorite stoßen ständig mit der Erde zusammen, die meisten davon erreichen die Erdoberfläche allerdings nur als Staub oder können als bis zu ~5 m große außerirdische Gesteine entdeckt werden. Im Laufe der Erdgeschichte kollidierten jedoch auch mehrere Kilometer große Himmelskörper mit unserer Erde und hinterließen Krater mit bis zu 300 km Durchmesser. Kosmische Relikte, die auf unserem Kreisgebiet einschlugen, konnten bislang noch nicht nachgewiesen werden, aber die Eiszeiten haben Gesteine von derartigen Impakt-Strukturen im Landkreis Gifhorn abgelagert.
Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über Funde von Impakt-Gesteinen im Landkreis, deren Herkunft und die Entstehung derartiger Krater berichten.
Treffen: GWG-Treff-PUNKT 53, Dannenbütteler Weg 53, 38518 Gifhorn, ab 18:30 Uhr Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Vortrag von Rainer Bartoschewitz, Geowissenschaftliche AG Gifhorn
Der Wolfe Creek Krater ist der zweitgrößte Meteoritenkrater der Welt, in dem Teile eines Meteoriten entdeckt wurden. Die einheimischen Djaru Aborigines nennen den Krater „Kandimala“, hier stieg in ihrer Traumzeit-Geschichte eine Regenbogenschlange aus dem Boden.
Im Rahmen des Vortrags wird Rainer Bartoschewitz über die Entstehung des Kraters und die Bedeutung der Regenbogenschlange berichten.
Termin: Mittwoch 01. April 2026 um 18 Uhr im Historischen Museum Schloss Gifhorn
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen
Der traditionelle Jahresrückblick der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn richtet das Augenmerk wieder auf die archäologischen Aktivitäten und Neuentdeckungen der vergangenen Monate. Die Veranstaltung findet am 13. Januar 2026 um 19 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses statt. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen (Zugangsdaten unten).
Auch im zurückliegenden Jahr war die Archäologie wieder bei verschiedenen Baumaßnahmen in der Stadt und im Landkreis Gifhorn gefragt. So wurden bei den Bauarbeiten für die Umgestaltung der Dorfmitte in Ehra-Lessien zwei Brunnen näher untersucht. Die archäologischen Funde und die naturwissenschaftliche Datierung der Brunnenhölzer führen zurück in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. Weiterhin wird über archäologische Untersuchungen in Steinhorst und in Müden (Aller) berichtet.
Das Baufeld im Ortskern von Ehra-Lessien mit der Verfärbung eines Holzkastenbrunnens im Vordergrund (Foto: Kreis- und Stadtarchäologie).Weiterlesen →
Am Dienstag, den 9. Dezember 2025, 19 Uhr, folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“. Im Museum Burg Brome berichtet die Archäologin Martha Görlitz über die Herstellung von Fäden und Textilien in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen.
Frau mit traditioneller maltesischer Spindel auf Gozo (Foto: H. W. Zimmermann, NIhK).Weiterlesen →
Am Dienstag, den 11. November 2025, um 19 Uhr, berichtet der Archäologe Markus Wehmer M.A. über die größte Ausgrabung in Thüringen. Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ in der Alten Schule in Wasbüttel statt (Mittelstraße 1,38553 Wasbüttel). Der Vortrag wird auch im Internet übertragen. Das Thema des Abends lautet:
7300 Jahre Besiedlungsgeschichte in der „Goldenen Aue“: Ergebnisse der größten Ausgrabung Thüringens
Luftbild der Ausgrabungen (Foto: M. Wehmer).
In der „Goldenen Aue“ bei Bielen und Windehausen östlich von Nordhausen fand zwischen 2011 und 2014 auf einer Fläche von 100 Hektar die bis dahin größte Ausgrabung Thüringens statt. Die Region wurde bereits von den ersten Ackerbauern um 5300 v. Chr. besiedelt. Neben den Grundrissen ihrer Wohnbauten fanden sich auch zwei metertief eingegrabene Brunnen – die ältesten, die in Thüringen systematisch untersucht werden konnten. Eine Sensation war die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit einem Durchmesser von rund 50 Metern. Die Anlage stammt aus der Zeit um 4800 v. Chr. und diente ehemals rituellen und astronomischen Zwecken. Ausgegraben wurden auch mehrere aufwändig errichtete und mit zahlreichen Beigaben versehene jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Gräber, darunter die um 2500 v. Chr. angelegte Bestattung einer Frau, die wahrscheinlich mit einem Umhang oder Mantel bedeckt war. Auf dem Umhang waren fast 2500 durchbohrte Muschelscheibchen und etwa 500 Hundezähne als Applikation aufgenäht. Zu den Bestattungen kommen Reste einer Metallhandwerker-Siedlung aus der Bronzezeit sowie weitere Siedlungsnachweise und Brandgräber aus der vorrömischen Eisenzeit um 700 bis 200 v. Chr. Die Ausgrabungen geben einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Besiedlungsgeschichte des fruchtbaren Altsiedellandes im nördlichen Thüringen. Der Referent ist Markus Wehmer M.A., der damalige Projektleiter und heutige Stadtarchäologe von Einbeck.
Weitere Vorträge finden am 9. Dezember in Brome, am 13. Januar 2026 in Gifhorn und am 10. Februar 2026 in Hankensbüttel statt. Der Eintritt zu den Vorträgen, die von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn in Zusammenarbeit mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V. organisiert werden, ist wie immer frei. Der Zugangslink zur Zoom-Übertragung lautet:
Die bekannte Vortragsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ startet in eine neue Runde! Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft beginnt die Veranstaltung mit einem besonderen Highlight – mit einem Vortrag über Gold! Am Dienstag, den 14. Oktober 2025, ist der Niedersächsische Landesarchäologe Dr. Henning Haßmann vom Landesamt für Denkmalpflege in Gifhorn zu Gast. Im Rittersaal des Schlosses berichtet Dr. Haßmann über eine der spektakulärsten archäologischen Neuentdeckungen in Niedersachsen überhaupt. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen (siehe unten).
Der Gesseler Goldhort ist einer der größten mitteleuropäischen Goldfunde der Bronzezeit (Foto: Volker Minkus/NLD).Weiterlesen →
Am Dienstag, den 10. Juni 2025, 19 Uhr, berichtet die Archäologin Nadja Lüdemann über ihre Forschungen zur mittleren Steinzeit im südlichen Niedersachsen. Der Vortrag findet im Eiskeller der Stiftung Anneliese-und-Wolfgang-Braun-Haus zwischen Lindenstraße 21 und Schleusendamm 11 in Gifhorn statt. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird nicht im Internet übertragen.
Durch das Absuchen von Steinwerkzeugen an der Oberfläche sind über die Jahrzehnte viele archäologische Sammlungen entstanden. Diese Sammlungen, die zum Teil in Privatbesitz sind oder waren, dokumentieren verschiedene kulturelle und zeitliche Abschnitte der Steinzeit. In ihnen schlummern wertvolle archäologische Informationen, die durch systematische Auswertungen und Vergleiche gehoben und zugänglich gemacht werden können. Die Referentin widmet sich in ihrer Doktorarbeit gezielt diesen Sammlungen, wobei die Epoche der Mittelsteinzeit (das sogenannte Mesolithikum) zwischen etwa 10.000 und 4500 v. Chr. im Mittelpunkt ihres Interesses steht. Im Rahmen des knapp einstündigen Vortrags präsentiert sie erste Ergebnisse ihrer Forschungen.
Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der aktuellen Ausstellung im Kavalierhaus (Foto: Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn).Weiterlesen →
Am Dienstag, den 11. Februar 2025, 19 Uhr, endet die Veranstaltungsreihe „Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung“ mit einem Vortrag von Dr. Tobias Schoo in der „Alten Schmiede“ in Wahrenholz (Hauptstraße 47, 29399 Wahrenholz). Der Vortrag behandelt den mittelalterlichen Bischofssitz in Halberstadt (Landkreis Harz), der nach seiner Einrichtung in der Karolingerzeit rasch zu einem geistlichen und politischen Zentrum Mitteldeutschlands aufstieg. Für die Entwicklung der Stadt waren hierbei insbesondere die von den frühmittelalterlichen Bischöfen eingerichtete Domburg sowie die in deren Schatten entstehende Marktsiedlung wichtig.
Ein hochmittelalterlicher Wohnbau in der Domburg von Halberstadt während der archäologischen Ausgrabung (Foto: Friedrich Kunkel).Weiterlesen →
Für die Gifhorner Kreis- und Stadtarchäologie war 2024 ein gutes Jahr mit zahlreichen Überraschungen. Über die archäologischen Neuentdeckungen informiert der traditionelle Jahresrückblick, der am Dienstag 14. Januar 2025, um 19.00 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses stattfindet. Der Vortrag wird auch im Internet übertragen.
Der Knüppeldamm in Parsau wurde vor mehr als 500 Jahren angelegt. Entdeckt wurde er bei Bauarbeiten für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt (Foto: I. Eichfeld, Landkreis Gifhorn).
Zu den Überraschungen des Jahres 2024 gehörte ein Knüppeldamm aus dem 15. Jahrhundert, der unter der vielbefahrenen Bundesstraße B 244 im Ortskern von Parsau zum Vorschein kam. Nach der ersten Fundmeldung wurden die Bauweise des Weges dokumentiert und viele gut erhaltene Funden geborgen, darunter zahlreiche Hufeisen bzw. Hufeisenfragmente, Wagenteile, Silbermünzen, ein noch funktionstüchtiger Reitersporn sowie eine eiserne Lanzenspitze.
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